Punktreibschweißen
Punktgenaue Stabilität
Mit dem Punktreibschweißen wurde im Jahr 1999 in Geesthacht ein bahnbrechendes Fügeverfahren entwickelt: Endlich war es möglich, überlappende Verbindungen punktförmig herzustellen, ohne dabei zusätzliches Material wie Niete verwenden zu müssen.
Die auf diese Weise hergestellten Verbindungen waren und sind stoffschlüssig und reproduzierbar.
Das Punktreibschweißen lässt sich nahtlos in bestehende Konstruktionen und Produktionsabläufe integrieren und ist auf dem besten Weg, sich zu einer Schlüsseltechnologie des modernen Fahrzeugbaus zu entwickeln.
Ein entscheidender Vorteil des Verfahrens ist seine Vielseitigkeit: mittlerweile können Blechstärken zwischen 0,2 und 8 Millimeter problemlos verarbeitet werden. Der Durchmesser des Schweißpunktes liegt zwischen 5 und 11 Millimetern. Die Fügegeschwindigkeit ist mit etwa einer Sekunde je Millimeter Einschweißtiefe absolut konkurrenzfähig. Darüber hinaus sind punktreibgeschweißte Verbindungen sofort belastbar.
Ein weiterer Vorteil: Der mechanische Prozess kann einfach automatisiert und überwacht werden. Und er ist sehr flexibel: auch Mehrblechverbindungen sind leicht realisierbar.
Im Vergleich zu anderen mechanischen Fügeverfahren können punktreibgeschweißte Verbindungen bei gleichem Durchmesser deutlich größere Kräfte aufnehmen.
Und schließlich ist die neue Technologie wirtschaftlicher als traditionelle Fügeverfahren.
So können unterschiedliche Materialstärken ohne Werkzeugwechsel miteinander verbunden werden. Aufgrund des materialschonenden Verfahrens wird eine hohe Oberflächengüte gewährleistet, wodurch Nacharbeiten am Werkstück auf ein Mindestmaß reduziert werden können. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Verbindungsrückseite unbeeinträchtigt bleibt!
Mit seiner effizienten Energienutzung, der reduzierten Anzahl von Arbeitsschritten und aufgrund des geringen Ausschusses ist das Punktreibschweißen ein ausgesprochen ökonomisches Verfahren.
Und ebenso wie das Rührreibschweißen überzeugt auch das Punktreibschweißen aus ökologischer Sicht:
Die zu fügenden Werkstoffe kommen ohne chemische Vorbehandlung aus. Strahlung, Lärm oder Schadstoffe werden nicht emittiert und das Recycling ist dank fehlender Verbindungselemente aus andersartigen Stoffen problemlos möglich.




