Rührreibschweißen
Mittels Rührreibschweißen können Leichtmetalle wie Aluminium und Aluminium- Legierungen ohne großen Wärmeeintrag, ohne Zusatzwerkstoff und ohne Schutzgas miteinander verbunden werden. Die Grundidee ist einfach, aber bestechend: Ein rotierendes Werkzeug mit einem speziellen Profil erzeugt Reibungswärme und durchfährt die Verbindungsnaht zwischen zwei Werkstücken. Dabei wird das Material plastifiziert. Das Werkzeug verrührt das Material und drückt es zugleich zusammen. Abhängig von Werkstoff und Bauteil sind Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 4 Metern pro Minute realisierbar. Das Material kann eine Stärke von 0,5 bis zu 30 Millimetern haben.
Die Vorteile sind enorm:
Die entstehenden Verbindungen sind fester und belastbarer als bei herkömmlichen Schweißverfahren.
Vor- und Nachbehandlungen der Werkstücke können häufig entfallen. Mittels Rührreibschweißen können Werkstücke gas- und druckdicht gefügt werden. Aufgrund der geringen thermischen Belastung können auch dünne Bleche miteinander verbunden werden.
Die Werkzeuge sind verschleißarm und müssen daher nur selten gewechselt werden.
Die Schweißnähte sind hochexakt und können problemlos reproduziert werden. Das Verfahren ist emissionsarm und somit mitarbeiter- und umweltfreundlich.



