Rührreibschweißen verbindet...

... und zwar Leichtmetalle wie Aluminium und dessen Legierungen, Magnesium, aber auch Mischverbindungen aus Aluminium und Edelstahl, Aluminium und Kupfer oder sogar Kupfer mit Kupfer.

Ohne Zusatzwerkstoffe und Schutzgas!

In höchster Nahtqualität!

Reproduzierbar!

Wie das geht? - Das sehen Sie auf YouTube oder lesen Sie es hier:

Nun, die Grundidee ist bestechend einfach: Ein rotierendes Werkzeug mit einem speziellen Profil erzeugt Reibungswärme und durchfährt die Verbindungsnaht zwischen zwei Werkstücken. Dabei wird das Material plastifiziert, also verformbar. Auf seinem Weg entlang der Naht verrührt das Werkzeug das Material und drückt es zugleich zusammen. Abhängig von Werkstoff und Bauteil sind Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu vier Metern pro Minute realisierbar. Die Einschweißtiefe beträgt üblicherweise zwischen 0,8 und 20 Millimetern. Bei dickwandigeren Bauteilen ist es durchaus möglich, beidseitig zu schweißen.

Die Vorteile sind enorm:

Unsere Verbindungen sind fester und belastbarer als diejenigen von herkömmlichen Schweißverfahren. So eignen sie sich bspw. hervorragend für ein späteres Umformen.

Vor- und Nachbehandlungen der Werkstücke können meistens entfallen. Mittels Rührreibschweißen werden Werkstücke gas- und druckdicht gefügt. Aufgrund der geringen thermischen Belastung können wir auch sehr dünne Bleche miteinander verbinden.

Die verwendeten Werkzeuge sind verschleißarm und müssen daher nur selten gewechselt werden.

Die Schweißnähte sind hochexakt und problemlos reproduzierbar. Das Verfahren ist emissionsarm und somit sehr mitarbeiter- und umweltfreundlich.

 

Wussten Sie schon: In den letzten Jahren hat sich die Bezeichnung "Rührreibschweißen" im deutschen Sprachgebrauch gegenüber dem früher oft verwendeten "Reibrührschweißen" - der direkten Übersetzung des englischen friction stir welding - durchgesetzt.