05/2021: Endlich ist sie da: RIFTECs erste Doppelkopfanlage zum Rührreibschweißen

RIFTECs erste Doppelkopfanlage zum Rührreibschweißen

Nach mehr als einjähriger Planungs- und Aufbauphase ist es nun endlich soweit: Eine nagelneue Fooke FSW50 hat ihren Platz in unserer Halle 2 eingenommen. Sehr beeindruckend, wenn so eine Portalanlage die halbe Halle ausfüllt. Aber wie kam es dazu?

 

RIFTEC blickt zurück auf fast 20 Jahre industrielles Rührreibschweißen. Damit sind wir Pioniere und Marktführer in diesem Bereich zugleich. Von Anfang an haben wir immer wieder in neue Anlagentechnik investiert, um ein möglichst breites Spektrum an Anfragen und Anforderungen erfüllen zu können. So haben wir Anlagen mit sehr großer Kraft, mehrdimensionale Anlagen und automatisierte Bearbeitungszellen in unserem Portfolio. Was uns noch fehlte war eine Anlage für großformatige Bauteile und eine Doppelkopfanlage. Bei der Firma FOOKE sind wir dann fündig geworden, dort konnte man uns beides in Eins anbieten.

 

Und so ist nun unsere FSW-Doppelkopfanlage „live“ gegangen. Diese Portalanlage kann nicht nur Baugruppen von bis zu 8 m x 3,5 m Größe rührreibschweißen. Sie verfügt außerdem über zwei Spindeln, mit denen Bauteile gleichzeitig von oben und unten geschweißt werden können. Das spart Zeit und reduziert den ohnehin schon geringen Verzug beim Rührreibschweißen.

 

Verwendet man beide Spindeln simultan, können lineare Nähte mit bis zu 3 m Länge und Einschweißtiefen von bis zu 60 mm realisiert werden. Das ist besonders relevant für Kunden aus den Bereichen Transport, Sonderfahrzeugbau oder Anlagentechnik, die RIFTEC aufgrund der Bauteilgröße bisher meist an das Werk der HAI-Gruppe im österreichischen Ranshofen verweisen musste. Gerade für diese Kunden erwarten wir ein deutliches Einsparpotenzial durch den zeitgleichen Einsatz beider Spindeln.

Bei alleiniger Verwendung der oberen 5-achsigen Spindel sind komplexe dreidimensionale Bauformen mit bis zu 30mm Einschweißtiefe möglich. Oder auch Platten in Größen von bis zu 8 m x 3,5 m. So werden beispielsweise Batterieböden für E-Fahrzeuge, Kühler oder sonstige Gussbauteile auf der Anlage rührreibgeschweißt. Aber auch für kleine Bauteile und geringe Einschweißtiefen ist die große Portalmaschine geeignet. Legierungsabhängig sind Einschweißtiefen ab 0,5 mm möglich - das sind ungefähr 80 Lagen einer haushaltsüblichen Alufolie.

 

„Mit dieser hochmodernen Schweißanlage setzen wir neue Maßstäbe,“ freut sich unser technischer Geschäftsführer Alexander Frhr. von Strombeck. „Die Fooke FSW50 vergrößert unser Spektrum enorm, die bisherigen Grenzen bezüglich Bauteilgrößen und Einschweißtiefen werden erheblich erweitert.“ Und RIFTEC stärkt mit dieser einzigartigen Anlage seine Stellung als führender unabhängiger Dienstleister für rührreibgeschweißte Bauteile in einem ständig wachsenden Markt.

 

Noch ehe die Anlage stand, kamen übrigens die ersten Anfragen zu Sonderbauteilen, die wir mit dem bisherigen Maschinenpark nicht hätte bewerkstelligen können. Über Probleme mit der Auslastung der neuen Maschine machen wir uns daher wenig Sorgen.

 

Auf jede Menge neuer Anfragen sind gespannt:

 

Dr.-Ing. Axel Meyer und Dipl.-Ing. Alexander Frhr. von Strombeck

mit dem RIFTEC-Team

 

 

Einige Veröffentlichungen hierzu:

 

Aluminium Praxis, Seite 18

 

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